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SBB

Der Druck auf die Anstellungsbedingungen des Lokpersonals nimmt gesamthaft massiv zu, und zwar in einem Tempo, welches das normale Mass einer dauernden Optimierung und Einsparung infolge Kostendrucks übersteigt.
Die abgeschlossenen und von beiden Seiten akzeptierten Gesamtarbeitsverträge GAV werden bis auf den letzten Buchstaben ausgereizt, und alles, was nicht geregelt ist, wird mit unglaublicher Phantasie und immer klar zu unseren ungunsten interpretiert. Das können und werden wir nicht akzeptieren.
Diese deutlichen Angriffe auf die Sozialpartnerschaft entsprechen nicht mehr dem Grundsatz von Treu und Glauben, auf dem der GAV aufgebaut ist. Die Verantwortlichen verabschieden sich mit riesen Schritten vom Modell eines sozialen Arbeitgebers, für welches sie als Angestellte der öffentlichen Hand die Verpflichtung hätten.

Bei der SBB sind momentan diverse Projekte bezüglich Gesundheitsschutz in Arbeit, welche im Grundansatz diskutabel sind, sich bei näherem Betrachten jedoch zunehmend als Angriff auf die Anstellungsbedingungen der Personalkategorien mit gesundheitlichen Belastungen herausstellt. Es sind dies:

Betriebliches Gesundheitsmanagement P (BGM): Ziel ist durch verschiedene Massnahmen, die Kankeitstage der Mitarbeiter zu senken uns somit Kosten zu senken. Die Mittel dazu sind (unter anderem):

  • Lebensarbeitszeitmodell (LAZ): Ziel des LAZ ist ein Produktivitätsgewinn dank Senkung der Abwesenheitstage, Verjüngung der Belegschaft und Imagegewinn als fortschrittlicher Arbeitgeber.
  • Kümmergespräche gemäss Pro Präsenz: Durch Schulung der Vorgesetzten soll präventiv Abwesenheitstage verhindert (Früherkennung und Betreuung).
  • Laufbahnmodell: Besonders ältere Mitarbeiter in Risikoberufen soll ermöglicht werden, Funktionen auszuüben, wofür sie gesundheitlich geeignet sind. Befristete Arbeitsverträge sind vorgesehen.
  • Projekt Réussite: Senkung der Reintegrationskosten durch Rückgang der Risikoprämien PK, Massnahmen gegen die alters bedingten Reintegrationsfälle, einheitliches Controlling.

Da alle diese Projekte ineinander greifen und teilweise verschoben werden oder neue Namen erhalten, wird es immer schwieriger, den Überblick zu behalten. Es scheint, dass jede Massnahme in jedem beliebigen Projekt integriert werden kann.

Dass die SBB damit Kosteneinsparungen durch weniger Abwesenheitstage erzielen will, ist legitim. Wenn dieses Ziel durch Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz einhergeht, begrüssen wir diese Massnahmen ausdrücklich. Aber bei Fragen nach Arbeitsplatzergonomie, humanen Einteilungen, Ernährungsprobleme im unregelmässigen Dienst und mentaler Arbeitsbelastung wird sofort auf die Kosten hingewiesen.
Sämtliche Massnahmen zielen auf folgende Berufsgruppen ab: hohes Lohniveau (ältere Mitarbeiter), grosse Personalkategorien, grosse gesundheitliche Belastung (unregelmässiger Dienst) und Berufe, wo eine gute Gesundheit Voraussetzung ist. Alles Punkte, welche die Rangier, Visiteure, Zugpersonal und insbesondere das Lokpersonal betreffen.
Der VSLF hat bereits an CEO Meyer und Leiter P Blumenthal geschrieben, dass das Lebensarbeitszeit Projekt (LAZ) in der vorgeschlagenen Form dem Personal keine Nutzen bringt und einzig dem Ziel dient, die betriebliche Mehrarbeit der jungen Mitarbeiter durch Auszeiten im Alter zu kompensieren, und das notabene zu miserablen Konditionen für die Mitarbeiter.
An der GV VSLF am 15.3.2008 in Basel werden wir das weitere Vorgehen des VSLF bezüglich dieser und weiterer Projekte (Selbsteinteilung) beschliessen.

SBB P

Bezüglich der Minussaldi der Arbeitszeitkonten bei SBB P hat der VSLF an der Koordinationssitzung GAV vom 7. September 2007 bei den Leitern Personal Antwort über das Vorgehen Ende Jahr verlangt. Auszug aus dem Protokoll:
Einführung der 41-h-Woche bei P-OP
Mit der Einführung der 41-Stunden-Woche wurden bei OP-ZF die Rotationen nicht angepasst, um die Zeitsaldi bei den Lokführern abzubauen. Die VG beanstandet, dass wegen fehlenden Abbauplänen einige Lokführer per Ende 2007 einen tieferen Saldo als -30 Stunden haben werden. 
Es wird vereinbart:
- Minussaldi bis - 30 Std. werden auf das nächste Jahr übertragen (GAV Ziffer 66.1)
- Minussaldi > - 30 Std. verfallen (Annahmeverzug, zu Lasten OP-ZF)
Ausnahmen: - Ein Ausgleich mit Überzeit, - Das Verschulden des tiefen Zeitsaldos liegt beim Mitarbeitenden (z.B. immer Touren mit kurzer Arbeitszeit verlangt).

Der Newsletter von P-OP-ZF vom September 2007 und die mitte Dezember 2007 persönlich an diverse Lokführer verteilten Blätter Sollarbeitszeit / Minussaldo 2007 widersprechen der Abmachung mit der Personalabteilung der SBB und sind nichtig. Dass P-OP-ZF dauernd versucht, den GAV systematisch zu unterlaufen, ist stossend und provoziert Reaktionen unsererseits.

SBB Cargo

Bei SBB Cargo sind die Berufsbilder Cargo endlich zu Abschluss gekommen. Eine grosse Zangengeburt mit massiven Komplikationen; kannte doch Cargo die Anzahl Arbeitnehmenden pro Berufsgruppe selber nicht genau. Bezüglich dem Tragen der Schutzausrüstung werden die Vorgaben dauernd geändert, nicht zuletzt durch Druck des VSLF. Die Situation ist mittlerweile so verworren, dass ab dem 1.1.2008 die alte Weisung über das Tragen der Schutzausrüstung aufgehoben ist und die neue (Z260) noch nicht in Kraft.
Absolut inakzeptabel sind die AZG Verletzungen von einer Vielzahl von Diensten bei SBB Cargo. Das BAV hat klar vorgegeben, dass Arbeitszeiten am Stück von über 5 Stunden nicht mehr eingeteilt werden dürfen. Wir werden uns um die Umsetzung dieser Vorgaben des BAV kümmern.

SBB PeKo

Der VSLF hat bereits im Mai 2007 bei der PeKo U (Unternehmung) gefordert, dass er analog SEV an den Plenum Sitzungen der PeKo U teilnimmt. Nach langem Hin und Her wurde abgemacht, dass wir ab Januar 2008 auch Einsitz nehmen.

BLS

Die BLS beginnt, den GAV vermehrt auszunutzen im Bezug auf den flexiblen Dienstort / Depotstandort. Die Problematik hat sich verschärft durch die Schaffung des neuen Depots Frutigen, womit im Berner Oberland viele Depots dicht beieinander liegen und die Lokführer oft am falschen Standort sind. In der Hausordnung Z ist vorgesehen dass die Zuteilung eines anderen Depots das Einverständnis des Personals vorgibt; mit dieser Regelung könnte der VSLF leben.
Der momentane Entwurf der Hausordnung erfüllt viele Forderungen des VSLF an den BLS GAV; mit dem Inkrafttreten derselben ist für uns die Türe offen, den GAV zu unterzeichnen. Diese Frage werden wir an der GV VSLF am 15.3.2008 in Basel zusammen besprechen und das weitere Vorgehen beschliessen.

SOB / Regionalps

Die Unterzeichung der GAV bei der SOB und Regionalps im Wallis steht kurz bevor. Die beiden Bahnen haben die bisherigen Sozialpartner angefragt, ob grundsätzliche Bedenken bestehen, den VSLF aufzunehmen. Die Antwort von SEV und transfair stehe immer noch aus.
Wir vertreten die Meinung, dass die Basis entscheiden sollte, von wem sie sich vertreten lassen will; in diesem Sinn sind wir zuversichtlich.

VG (SEV / transfair / KVöV)

Im November haben die Gewerkschaften der VG zusammen einen neuen VG Vertrag unterzeichnet. Die meisten der alten VG Verträge waren für die Erarbeitung eines GAV vereinbart worden womit sich eine Erneuerung aufdrängte und dies der VSLF den VG Parteien vorschlug. Der neue Vertrag gilt für die Zusammenarbeit bei der SBB und kann je nach Situation bei weiteren Bahnen abgeschlossen werden.

Beste Grüsse und ein gutes 2008
Hubert Giger, Präsident VSLF


RegionAlps

Bei der RegionAlps im Wallis sind gut ein viertel der Lokführer neu beim VSLF organisiert. Auf ein Schreiben des VSLF nach Gesprächen über die Sozialpartnerschaft erhielten wir keine Antwort; auf Rückfrage gab die Leitung RA bekannt, dass der VSLF ende 2008 bei eine neuen GAV mitmachen könne. Ein Schreiben an den Verwaltungsrat der RA brachte Bewegung und uns wurde angekündigt, dass RA bereit ist, uns bei einer Anerkennung des GAV ebenfalls anzuerkennen.
Wir warten auf das offizielle Schreiben aus dem Wallis.

BLS

Hausordnung Z
Bis ende 2007 befinden die Sozialpartner über eine Hausordnung Z in welcher der Umgang zwischen Einteiler und Lokpersonal definiert werden soll.
Diese Hausordnung entspricht in dieser Form nicht der vom VSLF geforderten Regelungen der alten Einzelarbeitsverträge bei der BLS. Solange die alten Regelungen nicht in einer BAR / Hausordnung geregelt sind, bleibt der GAV BLS für den VSLF nicht akzeptabel.

Neues Depot Frutigen
Bezüglich den Depotstandorte im Berner Oberland finden Gespräche statt, bei denen der VSLF auch miteinbezogen ist. Der neue Standort Frutigen soll mit freiwilligen Versetzungen aufgefüllt werden. Tendenziell erwartet die BLS auf den FPW einen kleinen Unterbestand von Lokführern.

Rotkreuz
Der Depotstandort Rotkreuz wurde mind. bis Mitte 2008 hinausgeschoben. Grund dafür ist ein Engpass beim benötigten Rollmaterial um für die DHL (eine 100% Tochter der Deutschen Post) die Züge zu führen. Auf die Stellenausschreibung der BLS AG gingen rund 60 valable Bewerbungen ein.

Zeitbewirtschaftung
Die BLS muss in der Zeitaufschreibung die Ausgleichstage ausweisen, damit diese Tage in den Durchschnitt der täglichen Arbeitszeit gerechnet werden können (AZG). Nach wie vor gilt, dass ein Ausgleichstag in der Regel nur mit einem Ruhetag zusammen eingeteilt werden darf. Somit kann ein einzelner Ausgleichstag nur auf Verlangen des Mitarbeiters oder nach gegenseitiger Absprache eingeteilt werden. Ein einzelner Ausgleichstag darf nicht dazu dienen den Mitarbeiter vom Spät in den Frühdienst zu bringen.
Die Wegzeiten für Kurse und Instruktionen sind nach dem Entscheid des BAV bei der SOB wie auch bei BLS AG nicht nach AZG geregelt. Da diese Anpassung eine GAV Änderung zur folge hat, will der Leiter Abt. Personal BLS in dieser Hinsicht nichts Unternehmen, bis zusammen mit den Sozialpartnern der GAV Angepasst ist.
Gerade die BLS täte gut daran, die Vorgaben des BAV bezüglich des AZG genau einzuhalten.

SBB

Das Theater mit den Sicherheitsschuhen wird es wohl noch solange geben, wie Wind weht, Gras wächst und der Himmel blau ist (oder es die SBB noch gibt). Mit dem Erscheinen der neue Regelung über die persönliche Schutzausrüstung SBB Z 260.0 hat der VSLF den CEO Meyer eingeschrieben informiert, dass mit dem Tragen der Schutzausrüstung wichtige gesetzliche Vorgaben zu erfüllen sind wie die Infrastruktur (Garderoben), Arbeitsbeginn und Arbeitsende in unmittelbarer Nähe der Garderoben und auszuweisende Wegzeiten. Die Priorisierung und die daraus folgenden Kosten ist der Entschied der SBB.
Ein aufschlussreiches Detail im Zusammenhang Unfalltage sind die zunehmenden Suizidfälle mithilfe der Bahn. Ein Lokführer wird nach einem solchen Vorfall individuell, mindestens aber für drei Tage aus dem Dienst genommen, Verrechnet mit Betriebsunfall BU. Somit sind bei ca. 300 jährlichen Suiziden mindestens 900 Betriebsunfalltage BU schon einmal auf dem Konto der Lokführer verbucht. Danke.

SBB Cargo

Schiedsgericht Cargo SBB
Der SEV hat ende März 2007 bezüglich Nichteinhalten des Mitentscheids der PeKo IW Bellinzona bei neuen Arbeitszeitmodellen gemäss GAV das Schiedsgericht angerufen.
Entgegen der Aussage des SEV im a&v haben sich die Partnerverbände (transfair, Kaderverband und der VSLF) nicht nach dem Urteil angeschlossen, sondern sich nach Rücksprache mit dem SEV zu Beginn der Klage angeschlossen.
Das Schiedsgericht hat die Ansicht der Personalverbände gestützt und zu Ungunsten SBB Cargo entschieden. Bei Arbeitszeitmodellen ist gemäss diesem Entscheid des Schiedsgericht die Personalvertretung (Sozailpartner/PeKo) immer zwingend mit einzubeziehen (Mitentscheid).

Führungswechsel bei Cargo SBB
Der Weggang von Cargo Chef Nordmann habe wir zur Kenntnis genommen; wir wünschen Herr Nordmann alles Gute für seine Zukunft.
An der Basis der SBB wir dies als hoffnungsvolles Zeichen gedeutet, dass der neue CEO Meyer endlich aufräumt. Wir sehen durchaus Potential, durch neue Personen die SBB Cargo zum Erfolg zu führen.
Auch Daniel Eigenmann, Personalchef bei Cargo SBB hat seinen Weggang angekündigt. Mit Daniel Eigenmann haben wir intensive Kontakte gepflegt, nicht zuletzt bei den Verhandlungen über die Berufsbilder Cargo und dem GAV. Daniel Eigenmann schätzen wir als harten aber Korrekten Verhandlungspartner; ein Mann, der zu seinem Wort steht. Mit dem Weggang von Daniel Eigenmann verliert SBB Cargo einen kompetenten Mitarbeiter in der Führungsebene. Wir wünschen Daniel Eigenmann eine gute Zukunft und bedanken uns für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren.

4 Std. Regel
An der Koordinationssitzung GAV mit den zentralen Personalabteilungen der SBB wurde bezüglich der kurzfristige Einteilung von Ausgleichstagen von der SBB angekündigt, einen angepassten Entwurf der BAR Cargo zu senden. Der VSLF muss die neue BAR unterschreiben, ansonsten belieben die alten gültig. Dass die 4 Std. Regelung 9 Monate nach Abschluss des GAV immer noch auf eine Definierung in der BAR wartet ist umso erstaunlicher, als dass Cargo SBB laufend versichert, dass sie in der Praxis gar nicht zur Anwendung kommt...! Vielleicht wartet man darauf, dass wir eine Entscheidung erzwingen.

Zwangszuteilung von Arbeit an Rasttagen
Mit der grossflächigen Zuteilung von Instruktionen (Arbeit) an Freitagen durch Cargo SBB wird der GAV und das AZG verletzt. Dieser Tage wird Cargo SBB vom VSLF schriftlich informiert, dass wir dieses Vorgehen nicht mehr duldet. Der VSLF wird weiter Verstösse zu verhindern wissen.

Touren ohne Dienstende
Vermehrt werden Reservetouren ohne definiertes Dienstende eingeteilt. Der VSLF hat Cargo SBB informiert, dass auch diesbezüglich die Einhaltung des AZG zwingend ist.

SBB P

Login Lokführer Inserat
Nach der wiederholten Veröffentlichung der Login Inserate mir der Suche nach Lokführer im Regional oder Fernverkehr hat der VSLF bei Paul Blumenthal nachgefragt, was dies zu bedeuten hat. Nach einem Gespräch mit Leiter P-OP Phillippe Gauderon und Leiter P Paul Blumenthal ist zu erkennen, dass die Idee der Aufteilung des P Lokpersonals in Fern- und Regionalverkehr den Weg aus der Schublade auf den Tisch gefunden hat.
Die Vision 2010 steht. Fall sich die SBB wirklich diese Trennung vornimmt, ist unsere Aufgabe klar. Wir dulden eine Verteuerung unserer Leistung durch verordneten Produktivitätsabbau kein zweites Mal. Wer dauern Steine in ein Fass wirft wird es zum überlaufen bringen.

Gruppenzuteilung SBB P / Cisalpino AG
Unsere Meinung zu den neue Gruppenzuteilung haben wir in unseren Infos kommentiert und eine Anfrage bei Leiter ZF Walter Hofstetter veröffentlicht.
In diesem Zusammenhang interessant war der Besuch des VSLF bei der Cisalpino AG, welche nach eigenen Aussagen der Anstoss für die „Professionalisierung“ der Lokführer gab. Auf fragen nach einer professionellen Rückführung in den Dienst nach einer zweimonatigen Abwesenheit gab es keine Antwort.

Verhandlungsgemeinschaft VG

Die schon lange geplante Aussprache mit den Partnerverbänden fand Mitte August statt. Währen den SBB GAV Verhandlung 2007 machten sich unterschiedliche Strategien bemerkbar und bedürften einer Klärung.
Wir haben uns geeinigt, die mehrheitlich nicht mehr gültigen Vereinbarungen in einer Projektgruppe neu zu formulieren und gegen ende Jahr den verschiedenen Gremien vorzulegen.
Der VSLF ist in seiner Entscheidung frei. Es gibt Gründe, welche für oder gegen eine VG sprechen und es besteht auch die Möglichkeit, je nach Bahn oder GAV oder Projekten gemeinsam in einer VG aufzutreten oder getrennt zu verhandeln und zu kommunizieren.
An der Koordinationssitzung des VSLF mit den Sektionspräsidenten am 1./2. Oktober wird auch die Zukunft des VSLF in den VG ein Thema sein.

Ich wünsche allen eine schönen Herbst und immer gut Profil
Hubert Giger, Präsident VSLF


Der letzte Bericht des Präsidenten liegt schon etwas länger her; nicht dass es im VSLF langweilig war, aber nach der Unterzeichnung des SBB GAV waren die Aktualität der Geschäfte nicht so dringend, als dass eine Info unverzichtbar wäre.

BLS

Treffen Leitung BLS
Schon lange hatte ich den Auftrag, für ein Treffen mit der Spitze der BLS nachzufragen. Wir warteten für dieses Treffen den Abschluss des SBB GAV ab.
Am 12. April wurden wir von einer Delegation unter der Leitung von Erwin Lätsch empfangen. In einer guten Atmosphäre besprachen wir das Verhältnis des VSLF mit der BLS. Der VSLF hat nach wie vor die Möglichkeit, den GAV BLS zu unterschreiben. Nach Rücksprache mit der Sektion BLS im Vorstand VSLF entschieden wir, vorläufig darauf zu verzichten, da die Rahmenbedingungen für ein Unterschreiben nach wie vor nicht geändert haben. In den Abteilungen H und Z ist der VSLF nach wie vor an den Sozialpartnertreffen dabei und kann Einfluss nehmen.

AZG Kurs
Matthias Oppliger hat als Werbeobmann eine BLS - AZG Kurs bei bahn-support GmbH bestellt, welcher für die BLS Lokführer zugeschnitten ist. Nutzt diese Möglichkeit. Solche professionellen Bildungskurse stellen die Zukunft dar.
An der Mitgliederversammlung BLS vom 1. Juni 2007 im Güterschuppen Zäzwil war auch Kollege Benjamin Kälin, Präsident der LPV- Sektion Aare zu Gast was die Diskussionen positiv belebte. Eine Zusammenarbeit der Lokführerverbände auf der Stufe H und Z ist sicher sinnvoll.

SOB

Diesen Frühling sind einige Kollegen der SOB dem VSLF beigetreten. Viele dieser Kollegen haben an der Mitgliederversammlung der Sektion Ost vom 23. Mail 2007 in Winterthur teilgenommen und zusammen haben wir das weitere Vorgehen besprochen. Die allfällige Gründung einer neuen Sektion SOB (ev. mit Thurbo zusammen) wird an der Generalversammlung Sektion Ost am 10. November besprochen. Der Vorstand VSLF hat zusammen mit den SOB Kollegen und der Sektion Ost beschlossen, bei der SOB offiziell um die Anerkennung als Sozialpartner anzufragen.

RegionAlps

Im Wallis haben Kollegen der RegionAlps infolge Unzufriedenheit mit den noch nicht abgeschlossenen Lohnverhandlungen 2006 und weiterer Probleme den Kontakt zum VSLF gesucht. Michel Perren, Präsident der Sektion Lausanne hat Treffen organisiert und eine stattliche Anzahl Lokführer der RegionAlps sind dem VSLF beigetreten.
Anlässlich der letzten Vorstandssitzung hat Michel Perren berichtet und es wurde beschlossen, bei der RegionAlps die Sozialpartnerschaft zu beantragen. Weiter Aktionen im Wallis sind geplant.

SBB

Das BAV hat auf Anfrage des VSLF bestätigt, dass aus ihrer Sicht die maximale eingeteilte Arbeitszeit am Stück 5 Std. nicht überschreiten darf. Wir sind dabei, die Bahnen auf diese Auslegung des BAV aufmerksam zu machen.
Das Gejammer ist jetzt schon unüberhörbar (“so können wir nicht arbeiten / ein bisschen Flexibilität muss das LP auch bringen“). Es ist nicht mehr als Anstand, wenn ein Lokführer nach 5 Stunden am Stück vom Zug herunter kommt. Zum Beispiel im Depot Payern haben diverse Touren Teile mit über 5 Std. am Stück auf dem Pendel bei Wendezeiten von 4-5 Minuten. Bei der SBB laufen die Abklärungen mit dem BAV diesbezüglich.

SBB P

BAR

Die diversen neuen Regelungen bezüglich Zusammenarbeit Steuerung / Lenkung bei OP-ZF haben wir zum Teil in keiner Form akzeptiert da sie teilweise nicht dem GAV entsprechen. Die Bereichsspezifischen Regelungen BAR, mit den Anpassungen an den neuen GAV, hat der VSLF noch nicht unterschrieben, da die neuen Interpretationen noch nicht eingebaut sind sind.

Signalfälle
Neuste Baustelle ist die Neuorganisation der Behandlung von Signalfällen und Bedienung der Fahrzeuge bei OP-ZF. Im Namen der Sicherheit wird alles in einen schönen Prozess verpackt und der Lokführer konsequent drei Tage von der Lok geholt, mit Zielvereinbahrung. Das Ziel der Massnahme ist unklar, aber Prozesse sind offenbar immer richtig. Nach einem Signalfall soll der Zug trotzdem weiter geführt werden, und je nach Situation (Personalbestand?) soll der Dienst zu Ende gefahren werden! Solche “Prozesse“ zeigen das Unvermögen der Führung explizit.
Der Weg einer neutralen Meldestelle für die anonyme Selbstanzeige bei sicherheitsrelevanten Vorkommnissen, wie z.B. in Schweden, wird nicht verfolgt; im Gegenteil. Der VSLF distanziert sich klar von solchen Hobby-Prozess-Druckmassnahmen aus Orientierungslosigkeit und unter dem Deckmantel der Sicherheit. Sicherheit im Bahnbetrieb ist Vertrauen in professionelles Personal welches aus Selbstinteresse handelt und meldet.
Nach dem Erhalt der definitiven Vorgaben werden wir im Vorstand das weitere Vorgehen beschliessen.

Pensionierung P
Das Projekt Teilpensionierung P ist von der GL SBB abgesegnet worden und dieser Tage finden Infoveranstaltungen statt. Für die Lokführer über 58 Jahren ist es sicher ein prüfenswertes Angebot. Ziel der SBB ist es, junge Lokführer in der FS 11 einzustellen, und nicht die älteren Kollegen glücklich zu machen. Wir sind gespannt, wie die Resonanz beim Personal ist.

Cargo

Railion in der Schweiz
Das Schweizer Bahnunternehmen Brunner Rail Way Services, wird künftig unter Railion Schweiz fahren. Railion Schweiz ist eine neue Tochter der Railion Deutschland (Cargo).
Railion Schweiz will in Ergänzung zum Ganzzugangebot der Beteiligungsgesellschaft BLS Cargo in den Einzelwagenladungsverkehr einsteigen und stellt somit eine direkte Konkurrenz zu Cargo SBB dar.

Cargo SBB

Wahlen PeKo
Für den VSLF sind die Wahlen bei der PeKo Cargo erfreulich verlaufen; wir haben bewährte und auch neue Kollegen im Geschäftsbereich International platzieren können. Mit Alex Brunner aus Basel haben wir neu ein VSLF Mitglied im Präsidium der PeKo Cargo.
Leider konnten wir im Geschäftsbereich Schweiz nicht Fussfassen, was jedoch keinem Verlust entspricht, durften wir bis anhin auch keine Vertreter in dieser Organisation stellen.
Ebenso konnten wir das Präsidium der PeKo Cargo nicht übernehmen. Die abgegebenen Stimmen zugunsten unseres Kandidaten sind jedoch beachtlich, wenn man bedenkt dass wir keine breitgestreute Werbung gemacht haben. Mehr als 1/3 aller Stimmen wurden unserem Kandidaten Maurer Philipp zugesprochen!
Wir danken allen Kandidaten welche sich zur Verfügung gestellt haben recht herzlich und Dank gebührt auch jenen welche unsere Kandidaten unterstützt haben.
Die PeKo Mitglieder des VSLF (P+G) wurden an die letzten Vorstandssitzung eingeladen uns kennen zu lernen und die Zusammenarbeit zu koordinieren.

Buchs SG
Den Lokomotivführern, welche von Sargans P nach Buchs SG zu Cargo gewechselt haben wurde im Dezember 2006 eine Übernahme zu den gleichen Konditionen wie bei P zugesichert (FS 14). Entgegen dieser Zusage wurde nur ein Arbeitsvertrag in der FS 11 offeriert. Nachdem der VSLF Anfang Juni Kontakt mit SBB Cargo Basel aufgenommen hatte, wurde uns zugesagt, dass die Anstellungsbedingungen, wie zugesichert 1 zu 1 übernommen werden. Die Betroffenen LF haben den neuen Arbeitsvertrag  mit der FS 14 bereits erhalten.

Berufsbilder Cargo
Entgegen kursierenden Gerüchten erhalten alle LF mit einer 2. Ausbildung (Ausland) wie in den Berufsbilder SBB Cargo vereinbart die FS 15. Die Verbindungsbahnen sind hievon ausgeschlossen und gelten nicht als 2. Modul, weil keine volle Ausbildung benötigt wird.
Bei den „LC C eingeschränkt“ hat die SBB offensichtlich nicht genau gewusst, wie viele LF in den Genuss der Einreihung nach neuen Berufsbilder kommen. Da plötzlich zu viele „LC C eingeschränkt“ vorhanden waren, sind um die ansonsten positiven Berufsbilder nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen, Nachverhandlungen nötig geworden. Anstelle der teilweisen Rückstufung dieser Kollegen erhalten diese  die FS 10 statt FS8/9, was mindestens eine gleich Einreihung der Betroffenen und bei einigen eine Erhöhung zur Folge hat. Diese Ergebnisse sind vorbehaltlich des sich in Ausarbeitung befindende „Einsatzkonzept Fahren“ und der vollen Anrechnung der LF Kat. C in die 40% Regelung, gemäss Berufsbilder.

4 Std. Regelung
Die 4 Stunden Regelung wird an den Cargo Standorten unterschiedlich oft angewendet.
In den meisten Fällen wurde bereits am Vortag informiert und nur in wenigen Einzelfällen ist man gegen die 4 Std. herangegangen. Nach unseren Informationen wurde bisher kein Zwangsrast knapp 4 Std. vor AB angeordnet. Eine einseitige Einteilung von Rasttagen mit der 4 Stunden Regelung ist sowieso nicht möglich, da dies nie vereinbart wurde und sogar gegen das AZG verstösst. Wir sind auf eure Rückmeldungen angewiesen.

ALE Autonomen Lokomotivführer-Gewerkschaften

Treffen GDL / VSLF

Ein erstes Arbeitstreffen auf höchster Ebene zwischen Vertretern der Gewerkschaft Deutscher Lokführer GDL und dem VSLF fand am 11. April 2007 in Frankfurt/Main statt. Zentraler Punkt war die Koordinierung der Strategien zu den Fragen des grenzüberschreitenden Güterverkehrs D - CH - D. Insbesondere die Einhaltung der jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen (AZG/deutsches Arbeitsrecht) durch die Lokführer wie auch durch die Arbeitgeber stand im Vordergrund. Der Kontakt wird aufrechterhalten; der regionale Kontakt zwischen dem GDL-Bezirk Süd-West und der VSLF Sektion Basel laufen parallel.

Treffen FGAAC / VSLF
Durch die ALE wurde der Kontakt zwischen der Französischen Gewerkschaft FGAAC und dem VSLF vermittelt. Es ist vorgesehne, mit der FGAAC zusammen die Probleme im Verkehr F - CH - F zu erörtern und die Form der zukünftigen Zusammenarbeiten zu regeln.

ALE LF allgemein / Europa
Bei den regelmässigen Treffen der Präsidenten der 16 Europäischen Lokführergewerkschaften in der ALE zeigen sich die zum Teil sehr unterschiedlichen Arbeitsbedingungen der Lokführer in Europa.
Ich muss immer wieder feststellen, dass die Schweiz im Bezug auf die Liberalisierung des Netzzugang, Automatisierung des Betriebs, Zugsicherung (ETCS), Aufsichtspflicht der Bahnbehörde (BAV), Effizienz der Einsatzplanung für Personal wie Rollmaterial und Ausbildung von Lokführer in Europa zu den am weitesten fortgeschrittenen Ländern gehört. Die politischen Rahmenbedingungen in der Schweiz sind gut, der öV ist ein nicht wegzudenkender Wirtschaftsfaktor. Zum Beispiel: In Polen hat der Personenverkehr in den letzten fünf Jahren 35% der Reisenden verloren (!); in Deutschland wurde per Richterspruch entschieden, dass die DB den Bahnstrom an ihre Tochter Railion günstiger abgeben darf als an Private; in Belgien wurde per Richterspruch entschieden, dass nur die Staatliche Bahn Lokführer ausbilden darf.
Wir Lokführer und die Bahnen in der Schweiz haben bezüglich Wirtschaftlichkeit und Effizient ein sehr hohes Niveau erreicht. In diesem Sinn können wir Schweizer Lokführer zuversichtlich in die Zukunft schauen; wir haben unsere Hausaufgaben gemacht (oder machen müssen).

Beste Grüsse
Hubert Giger, Präsident VSLF


SBB GAV

Nach den gescheiterten Verhandlungen über die Zulagen im Jahr 2005 und dem arbeitgeberfreundlichen GAV BLS Abschluss entschlossen sich die SBB im Frühling dieses Jahres, den SBB-GAV zu kündigen. Für den VSLF führte Daniel Ruf, Vorstand GAV/Arbeitszeit, zusammen mit Stefan Jufer und Stephan Gut die Verhandlungen. Zur Debatte standen die 41h Woche, die Arbeitszeit-Flexibilisierungen beim unregelmässig arbeitenden Personal sowie der Contrat Social.
Die 41h Woche wurde von den Sozialpartnern schlussendlich akzeptiert, allerdings nur unter der Vorraussetzung, dass diese ordentlich kompensiert wird. Mit dem Abschluss von 2% (1,5% + 1 Ferientag) wurde das Zugeständnis aus dem Jahre 1999 ausgeglichen.
Bei den Arbeitszeit-Flexibilisierungen konnten wir erreichen, dass die bereichspezifischen Regelungen BAR trotz massivster Abbau-Forderungen seitens der SBB weiterhin ihre Gültigkeit behalten. Im Wesentlichen gibt es für das Lokpersonal im Bereich Arbeitszeit nur drei Änderungen:
1. Der ND2 wird neu in die Jahresarbeitszeit gerechnet.
2. Für alle Mitarbeiter gelten neu 115 garantierte Freitage.
3. Bei der SBB Cargo AG wird die 36 Stunden-Regelung geändert.

An einer ausserordentlichen Sitzung am 20. Dezember 2006 haben der Vorstand VSLF mit den Sektionspräsidenten das Verhandlungsergebnis beraten und dem GAV mit grosser Mehrheit zugestimmt. Die Unterzeichnung des neuen GAV SBB erfolgte am 22. Dezember 2006.

BLS GAV

Nach der Nichtunterzeichnung des GAV ist der Status des VSLF bei der BLS AG nicht klar definiert. Mit dem wesentlich besseren Ergebnis der SBB GAV Verhandlungen ist der VSLF der Meinung, das eine Kündigung des BLS GAV durch den SEV und transfair auf Ende 2007 eine logische Konsequenz wäre; zumal beim Abschluss bei der BLS immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass es eine Ablösung der Einzelarbeitsverträge ist und (dringend notwendige) Verbesserungen später eingefordert werden.
An der GV am 25. Januar 2007 der Sektionen BLS-RM werden wir über die Strategie des VSLF und das weitere Vorgehen beraten. Eure Anwesenheit wird von entscheidender Bedeutung.

TILO

GAV Tilo unterzeichnet
Fortschrittliche und moderne Arbeitsbedingungen

40-Stundenwoche, fünf Wochen Ferien, anständige Löhne, Schutz vor Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen, Lohnfortzahlung bei Krankheit und Unfall während zwei Jahren sowie Mutterschaftsurlaub über dem gesetzlichen Minimum – dies sind die Eckpfeiler des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) für die neue Tessiner Bahn Tilo. Am Montag den 20. Juni unterzeichneten die Sozialpartner in Chiasso den Vertrag, womit dieser definitiv unter Dach ist.

Sowohl die Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerseite bewerteten den GAV positiv. Der GAV entspricht grösstenteils den Bedingungen, die bei den SBB gelten. Gleichwohl ermöglicht das Regelwerk der Tilo mit Sitz in Chiasso ihre spezifischen Aufgaben im Tessiner regionalen Bahnverkehr wahrzunehmen. Die Gewerkschaften haben mit diesem GAV ein weiteres starkes Signal gegen jegliches Sozialdumping abgegeben.“

Nächsten Verhandlungen
Der Unterzeichung waren zehn harte, aber immer konstruktive Verhandlungsrunden innert sechs Monaten vorausgegangen. Auf Gewerkschaftsseite hatte der SEV gemeinsam mit VSLF und transfair verhandelt. Mit dem GAV werden die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen des Lok- und Verwaltungspersonals der Tilo geregelt. Tilo möchte dereinst rund 40 Lokführer/-innen beschäftigen. Anfang September beginnt die Ausbildung der ersten 12-köpfigen Klasse. Die Administration soll schlank bleiben.
Der GAV trat bereits Anfang Juni in Kraft mit einer Geltungsdauer bis mindestens Ende 2007. Anschliessend sind neue Verhandlungen absehbar. Denn Tilo – diese gehört je zur Hälfte den SBB und der italienischen Bahn Trenitalia – will ab 2008 nicht allein den regionalen Bahnverkehr im Tessin abwickeln, sondern auch in der Lombardei. Auf 2008 bestellte Tilo Zweistrom-„Flirts, Züge die auf dem Schweizerischen und Italienischen Schienennetz verkehren können. „Der damit verbundene grenzüberschreitende Personaleinsatz wird der Knackpunkt bei den nächsten GAV-Verhandlungen bilden.

Thurbo

Die Lohnverhandlungen wurden mit beidseitiger Zufriedenheit abgeschlossen, mit einer generellen Lohnerhöhung von 1% plus 1.3% individueller Lohnerhöhung. Durch den relativ hohen Anteil an individueller Lohnerhöhung kann  der Aufstieg der jungen Lokführerkollegen beschleunigt werden.
Der CEO der Thurbo AG, Herr Boos, hat sich dahingehend geäussert, dass er gemäss gültigem GAV Verhandlungen über die Abstände zwischen arbeitsfreien Sonn- und Feiertagen in den BAR wünscht.

Grundsätzliche Strategie des VSLF

Die GAV Verhandlung bei der SBB haben gezeigt, dass diverse Probleme und soziale Forderungen der Gewerkschaften das Lokpersonal nicht, oder nur am Rande betreffen (diverse Zulagen, wirtschaftliche Probleme mit gewissen Geschäftsbereichen). Die schon beim ersten GAV bei der SBB im Jahre 2000 bestehende Idee eines Lokführer-GAV ist aktueller denn je und könnte in absehbarer Zeit eine realisierbare Forderung des VSLF für die zukünftigen Verhandlungen darstellen. Dieses Ziel werden wir zusammen erreichen.

Der Vorstand VSLF und ich wünschen allen ein frohes neues Jahr
Mögen sich eure und unsere Wünsche erfüllen.

Hubert Giger, Präsident VSLF


Geschätzte Kolleginnen und Kollegen

Seit der letzten Info der Präsidenten sind drei Monate vergangen. Nicht,
dass im Herbst 06 nichts Spannendes geschehen wäre.

Berufsbilder Cargo
Die Berufsbilder Cargo sind Anfang November unterzeichnet worden. Das Ergebnis ist gut: Klare Regelungen, keine Sparübung der Firma, nachvollziehbare Einreihungen. Es ist erfreulich, SBB Cargo einmal zu loben; aber wenn das Ergebnis für den VSLF und somit für den Lokführer gut ist, darf das auch gesagt werden.
Bezüglich BAR Regelungen zum neuen GAV hat SBB Cargo allerdings gar keine erfreulichen Vorstellungen. Eigentlich wurde uns eine Bar vorgeschlagen, welche in etwa auf der Basis des AZG liegt. Für uns unakzeptabel.

GAV SBB
Die Verhandlungen schleppen sich dahin. Viele konkrete Ergebnisse gibt es nicht. Diese Tage informieren wir ausführlich über das Bekannte. Wichtig ist, dass wir nach wie vor mit der SBB am verhandeln sind; die Verhandlungen sind nicht abgebrochen. Aus dieser Tatsache heraus ist für den VSLF ein Streik, wie er in aller Munde ist, momentan kein Thema. Wir sind aber bereit, beim Eintreten möglicher Szenarien, welche eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für das Lokpersonal zu folge hätte, Massnahmen zu ergreifen.
Bezüglich GAV sind viele Ereignisse denkbar. Das Einzige, was für den Vorstand VSLF klar ist: Wir werden keinen schlechten GAV unterschreiben. Wir haben es bei der BLS nicht gemacht und wir werden es bei der SBB nicht machen.
Der SEV verfolgt eine aktive Mobilisierungsstrategie mit viel Medienarbeit. Der LPV macht mit und startet die Aktion „Flexibilitätsstopp“. Das Vorgehen des SEV bei den Verhandlungen führt auch in der VG zu Diskussionen.

Promotoren
Nachdem das Projekt durch den VSLF aufgedeckt wurde und sich in Zürich ein grober Fall von Mobbing gegen einen Promotor ereignet hatte, lud am 31. Okt. 2006 Leiter P, Herr Blumenthal, die Sozialpartner und die Spitzen der PEKO P zu einer Aussprache. Aus unserer Sicht stellen die Promotoren, sobald sie Problemlösungen ausarbeiten und somit die Arbeit der PEKO erledigen, eine Verletzung des GAV dar. Es wurde abgemacht, dass sie Aufgaben der Promotoren in einem engen Rahmen festgelegt werden und das Projekt vorerst bis Sommer 2007 weitergeführt wird.

VöV / FVP
Die Gespräche zwischen dem VöV und den Sozialpartnern (GEKO, KVöV, SEV, transfair, VPOD, VSLF) sind im Gang.
Die Versteuerung des FVP ist von den Eidgenössischen Steuerämtern beschlossen und der VöV wir nochmals vorstellig werden und über den Betrag von Fr. 2000.- verhandeln. Der neue FVP ist neu ein vollwertiges GV. Die Kosten sind noch ein Verhandlungspunkt; welcher Teil der Kosten die Bahnen als Arbeitgeber übernehmen wird sich zeigen. Das Personal wird noch im Dezember ausführlich informiert.
Der VSLF machte darauf aufmerksam, dass ein beachtlicher Teil auf das GA verzichten wird, dass meist sowieso ein Auto für die Arbeit benötigt wird. Für die Dienstfahrten ohne GA sind noch keine Lösungen beschlossen.

VSLF intern
Als neuer Präsident will ich alle 9 Sektions-GV besuchen. Bis heute haben 7 stattgefunden. Es hat mich sehr gefreut, wie ich überall willkommen geheissen wurde. Zu den diversen Themen informierte ich die anwesenden Mitglieder mit Unterstützung vom Vorstand. Viele Mitglieder nutzten die anschliessende Diskussion rege. Schön war auch die meist herzliche und familiäre Stimmung bei den anschliessenden Apéros und Abendessen.

Eine schöne Adventszeit wünscht euch
Hubert Giger


Geschätzte Kolleginnen und Kollegen

Der letzte „Monatsbericht“ liegt fast zwei Monate zurück. Bei den Bahnen war infolge allgemeiner Sommerferien so gut wie nicht’s los. Keine Nachrichten sind gute Nachrichten!? Nun beginnen sich die Terminkalender beim VSLF wieder zu füllen.

GAV SBB
Die weiteren Verhandlungen nach der Sommerpause beginnen dieser Tage. Grundsätzliches ist bisher nicht geschehen. Wann die wirklichen Verhandlungen beginnen bleibt abzuwarten; mittlerweile ist es Herbst.

Berufsbilder Cargo SBB
Die VG hatte letzte Woche zusammen ein neues Paket zuhanden Cargo SBB eingereicht. Bei dem noch strittigen Punkt Lokpersonal haben wir einen Vorschlag in die Richtung gemacht, dass grundsätzlich der LF (C oder D) für seine Arbeit in der FS 14 entlöhnt werden soll. Ein Lohnaufstieg in der FS 12 bis 14 (International 15) erlaubt es Cargo die Finanzen zu planen und das Interesse steigt, die LF von Anfang an als Kat. D auszubilden.
Wir denken, der Vorschlag ist gut für beide Seiten und Cargo kann getrost zusagen.

BLS
Gemäss Presse hat das BAV bei der BLS nicht unerhebliche AZG-Verstösse gefunden. Ein Problem scheint der Arbeitsweg / Dienstort zu sein.
Nach Anfrage beim BAV wurde der VSLF für eine Aussprache zum Thema eingeladen. Wir informieren.

Verhandlungen Bereichsspezifische Arbeitszeitregelungen BAR bei TILO
Die Verhandlungen bei Tilo sind abgeschlossen und Anfang August wurde die BAR unterschrieben. Die BAR Tilo hat im grossen und ganzen das Niveau der BAR SBB P. Für den VSLF hat Herbert Nezosi, Sektionspräsident Ticino die Verhandlungen geführt.

Mitgliedschaft VSLF bei Movendo
Neben den geschätzten FDV Kursen auf dem Bürgenstock will der Vorstand VSLF den Auftrag nach Weiterbildung für seine Mitglieder erweitern und stellte einen Antrag nach Aufnahme bei Movendo.
Movendo ist ein Bildungsinstitut der Gewerkschaften, welches Ausbildungen und Kurse für Erwachsene anbietet. Die Mitglieder sind diverse Gewerkschaften.
Movendo hat die Aufnahme des VSLF in seinen Verein abgelehnt. Nach Aussagen der Institutsleiterin waren alle Gewerkschaften für die Aufnahme des VSLF, einzig der SEV hat sich dagegen ausgesprochen.
Wir bedauern sehr, dass wir nicht das gute und umfangreiche Bildungsangebot von Movendo unseren Mitgliedern anbieten können. Wir schauen uns weiter um.

Sprachausbildung SBB P
Nachdem der SEV / LPV seine Eingaben für eine Entschädigung für die Sprachschulungen bei Leiter P Paul Blumenthal eingegeben hat, fragte ich bei Leiter P-ZF Walter Hofstetter nach den nun bestehenden „Spielregeln“ bei den Sprachen. Hier seine Antworten:

- Wie viele Lokführer kommen nach ihren Berechnungen in den Genuss der 8 Std. Arbeitszeit (mehr als 70 Std Kurs) in den Depots, welche die Sprache benötigen?
Antwort:
Nach ersten Erhebungen rechnen wir mit rund 400 Lokführerinnen und Lokführer, die Kurse von 70 oder mehr Lektionen belegen. Etwas ungewiss ist der Entscheid einzelner, die 2. Sprache auch noch zu erlernen (ist nicht überall zwingend nötig). Je nach Anzahl Lf, welche nebst der 1. Fremdsprache noch eine 2. belegen, werden es leicht mehr als 400 LokführerInnen.

- Wurden Depots benannt, wo ein LF, welcher die Sprachkenntnisse nicht erreichen konnte, mit einer Versetzung zu rechnen haben? (zB. Bellinzona / Fribourg)
Antwort:
Die Leistungszuteilung ab Fahrplanwechsel Dez 2007 ist ausschlaggebend für diesen Entscheid. Sofern es möglich ist, genügend Leistungen im "eigenen" Sprachgebiet für eine ganze Gruppe zusammen zu stellen, brauchen diesel Lf keine weitere Sprachausbildung. Wir sind selbstverständlich bestrebt, die betroffenen Lf frühzeitig zu informieren und auf die Situation vorzubereiten.

- Werden Lokführern Verzichtserklärung zur Unterschrift vorgehalten? Wenn ja, in welchen Depots und wie lautet der Inhalt dieser Verzichtserklärung (Bitte ein Exemplar zustellen)?
Antwort:
Nein. Wir haben einige wenige Lf, welche auf die Sprachausbildung verzichten und dies schriftlich dem CLP mitgeteilt haben.

- Wie lösen sie die Problematik, dass Sprachkurse an Freitagen und Ferientagen eingeplant sind?
Antwort:
Da die Sprachkurse während der Freizeit stattfinden, ist es nicht zu verhindern, dass auch Kursbesuche an Freitagen nötig sind.
Die Kursferien werden durch die Kursteilnehmer zusammen mit den Kursleitern selber festgelegt. Mit diesem Vorgehen können die Ferienabwesenheiten der Kursteilnehmer mitberücksichtigt werden. Es ist jedoch nicht zu verhindern, dass der eine oder andere Teilnehmer infolge Ferien den Kurs nicht besuchen kann. Die Kursleiter der Migros können damit gut umgehen. Bei einem Kursbesuch über mehrere Monate ist es auch unproblematisch, wenn wegen Ferienabwesenheiten 2 mal in Folge kein Kursbesuch erfolgt.
Zusätzlich werden im Kurs gegenseitig e-mail-Adressen ausgetauscht, so dass die Kursleiter bei Bedarf Infos über den Kursfortschritt an die Teilnehmer weiterleiten können.

- Bewährten sich die Migros-Klubschulen aus sicht der SBB? Sind praxisfreundlicherer Anpassungen geplant?
Antwort:
Bis heute laufen rund 40 Kurse schweizweit, vor allem für die Stufe "Anfänger". Bereits wurden einige Kurse angepasst oder aufgrund mangelnder Möglichkeiten für den Kursbesuch zusätzliche Kurszeiten zur Verfügung gestellt (Fribourg, Biel). Bis jetzt verläuft die Zusammenarbeit zufriedenstellend.

Zu den Antworten von Herrn Hofstetter ist zu bemerken, dass den Lokführern nach wie vor Verzichtserklärungen unter die Nase gehalten werden. Ich werde das Thema Verzichtserklärungen bei Leiter P-OP Philipp Gauderon vorbringen.
Prädikat: Sehr Mühsam.

Vision 2010
Seit einem Jahr ist nicht klar, wie die 25% FS 15 auf die LF verteilt werden. Diese Woche haben wir erfahren dass, obwohl der vom VSLF geforderte Begleitausschuss noch nichts entschieden hat, ab 1. Spet 2006 pro vorgesehenen Depot 25% der LF für die Stellen ausgeschrieben werden. Der VSLF fordert klar die Verteilung der 25% auf alle vorgesehenen Depots, und nicht fix auf die Depot herunter gebrochen. So macht die Vision 2010 keinen Sinn und wir können nicht dahinter stehen. Eine Weiterführung im neuen GAV ist in Frage gestellt. Wir haben Leiter P Paul Blumenthal angeschrieben.

Viele Grüsse
Hubert Giger


Geschätzte Kolleginnen und Kollegen

BAR Cargo SBB
Anlässlich einer Besprechung der Leitung Cargo am 16. Juni 2006 wurde vereinbart, dass die 36 Std. Regelung der BAR Cargo eingehalten wird. Die Aushänge und Anordnungen in den Regionen Basel, RBL und Brig wurden zurückgezogen.

VöV / FVP
An einer Info des Verbands öffentlicher Verkehr (VöV) wurden wir über die Gespräche des VöV mit den Steuerverwaltungen informiert. Mit der Einführung des neuen Lohnausweises 2007 soll die FVP teilweise als Einkommen versteuert werden.
In diesem Zusammenhang soll der Gültigkeitsrayon des FVP neu überdacht werden.
Genauere Informationen sind nicht erhältlich, da das ganze Projekt erst am Anfang steht.

Sprachausbildung SBB P
Auf Intervention des LPV ist die Division P bereit, für Lokführer, welche einen grossen Aufwand für das Erreichen der Sprache betreiben müssen, nach der Prüfung 8 Std. Arbeitszeit gutzuschreiben. Dies soll ca. 420 Lokführer zugute kommen.
Wichtig ist nach wie vor die Kollegen im visier zu behalten, welche das sprachliche Lernziel nicht erreichen können um Versetzungen zu verhindern.
Die Umsetzung der Sprachschulung beobachten wir weiter. Wir hoffen auf substanzielle und praxisorientierte Verbesserungen.

Cargo SBB
Die Auftrennung des Transportgeschäfts von Cargo in neu zwei Geschäftsbereiche „International“ und „Schweiz“ soll bis auf die Depotstandorte hinunter vollzogen werden. Es ist mit keinen personellen Auswirkungen zu rechnen.
Wir befürchten, dass mit dem Geschäftsbereich „International“ die Möglichkeit besteht, gewisse LF Leistungen nicht mehr aus der Schweiz zu fahren. Die Umsetzung beobachten wir.
Lokführer aus Sargans meldeten uns, dass ihnen neue Arbeitsverträge für Buchs SG angeboten wurden: Der momentane Lohn wurde festgehalten; die restlichen Bedingungen sind vorbehaltlich den Verhandlungen Berufsbilder Cargo und GAV.
Dass die Sozialpartner über das weitere Vorgehen nicht informiert wurden, enttäuscht uns. Als Begründung für das Vorgehen wurde den Lokführern das Verzögern der Berufsbilder durch die Sozialpartner angegeben. Wir verbitten uns solche Aussagen.

Verhandlungen GAV SBB und Berufsbilder Cargo SBB
Die Verhandlungen über die Berufsbilder Cargo kommen beim Lokpersonal nicht substanziell weiter. Dasselbe gilt für die GAV Verhandlungen.
Infolge allgemeinen Ferienbedürfnissen bei den Verhandlungspartnern ist die Weiterführung der Gespräche auf September angesetzt…

Sommergrüsse, eurer Präsident
Hubert Giger


Geschätzte Kolleginnen und Kollegen

Die aktuellen Infos Mai 2006.

Sprachen SBB P
Diese Woche hat der SEV/LPV mit der Forderung nach Arbeitszeit für die Sprachausbildungen bei P. Blumenthal, Leiter P, vorgesprochen. Ph. Gauderon, Leiter P-OP, hat uns am 21. April 2006 dazu erklärt, dass er nicht bereit ist, die Sprachausbildung während der Arbeitszeit zu ermöglichen. Es bleibt abzuwarten, ob die Leitung P Zugeständnisse macht.
Die Umsetzung der Sprachkurse ist unkoordiniert und bereitet dem Lokpersonal zunehmend Mühe. Trotz der starren Kurszeiten werden Touren nur selten angepasst, was vom Lokpersonal eine erhöhte Flexibilität in ihren Ruheschichten verlangt. In einigen Depots werden Sprachkurse sogar in den Ferien zugeteilt. Schade, eine an sich gute Sache scheitert wieder an der praxisfremden Umsetzung.


Stellenverschiebungen G SBB
Die Personalsituation im RBL hat sich deutlich entspannt. Im Depot Biel wurde ein Teil der (ehemaligen Berner-) Leistungen nach Thun verschoben und ein neues „Depot“ geschaffen. Die Leistungen werden von freiwilligen Lf des Depots Biel G gefahren. Die Regelungen für den Einsatz ab Wohnort in Thun bedürfen noch Berichtigungen, da u.a. das AZG nicht eingehalten wird.
Es ist bedenklich, dass das Ergebnis der Projektgruppe für das „Depot“ Thun trotz der Leitung der PeKo Cargo beanstandet werden muss.

Stellenverschiebungen P SBB
Um die diversen Stellenverschiebungen ist es ruhiger geworden. Die Verschiebungen in Bern (Biel, Olten und Aarau) sind geregelt, einige Fragen werden noch abgeklärt.
Auf das Angebot von Cargo SBB für die LF von Sargans P auf Stellen in Buchs SG als LCN (Rangierlokführer 11, unterstehen nicht der BAR der Lokführer Cargo LC) wurde mit einer Ausnahme nicht eingegangen. Bis Dezember 2006 bestellt Cargo die meisten Leistungen wie bisher bei P in Sargans. Die noch auszuhandelnden Berufsbilder Cargo (siehe Cargo SBB) bilden dann die Basis für allfällige Stellen in Buchs SG.

Cargo SBB
Die BAR-Verletzungen (36 Std.-Regelung bei Zugausfall) in Basel sind mittlerweile trotz unseren Interventionen in der ganzen Schweiz für gültig erklärt worden. Anlässlich einer Begegnung mir B. Weibel, CEO SBB, machte ich auf die mangelnde Beachtung unserer Interventionen aufmerksam und bei einem offiziellen Gespräch mit D. Nordmann, Leiter G, verlangten wir eine korrekte Handhabung der BAR Cargo. Herr Nordmann versprach uns eine Antwort innert 14 Tagen. Wir hoffen, dass die SBB die Dimension dieser BAR-Verletzungen wahrnimmt; ansonsten sehen wir uns veranlasst, weitergehende Schritte einzuleiten.
Bei den laufenden Verhandlungen zu den Berufsbilder Cargo hält der VSLF an seiner Forderung fest, dass alle Arbeiten der Streckenlokführer wir bisher in der FS 14 entlöhnt werden. Ob die Arbeit mit einer C oder D Ausbildung (VTE des BAV) ausgeführt wird, ist für die Entlöhnung der Tätigkeit irrelevant.
Eine definitive Zusage zu einem allfälligen Verhandlungsergebnis ist aus der Sicht des VSLF von den GAV-Verhandlungen abhängig. Die Ergebnisse beider Verhandlungen bilden die Grundlage für die Arbeits- und Entlöhnungsbedingungen des Lokpersonals.

BLS
Die Probleme mit Pausenzuschlägen und weiteren Arbeitszeitregelungen sind in Bearbeitung.

Regionalps
Wir können bei der Regionalps im Wallis das erste Mitglied im VSLF begrüssen; herzlich willkommen

GAV SBB
Die Verhandlungen sind vorerst ausgesetzt. Von Seiten der Gewerkschaften werden Mandate für die weiteren Verhandlungen eingeholt.
Eines der wichtigsten Ziele des VSLF ist Gleichbehandlung aller Angestellten; kein einseitiger Abbau bei Berufkategorien mit bereichsspezifischen Zulagen- und Arbeitszeitregelungen.
Die Verhandlungen gehen Anfang Juli 2006 weiter.


Branchen-GAV
Die Gespräche über den Branchen-GAV sind momentan unterbrochen, da von Seite der Bahnen grundsätzliche rechtliche Abklärungen im Gange sind.

Mit besten Grüssen
Hubert Giger


Geschätzte Kolleginnen und Kollegen

Es ist in aller Munde: die Stundenten kommen. Ende Berufsstolz!? Wohl kaum. Wenn es Login schafft, Leute von der ETH und der Uni auszubilden und alle Prüfungen bestanden werden, erhalten wir neue Arbeitskollegen/innen. Sie werden sich im Alltag genau so bewähren müssen, wie wir es täglich machen. Ob die Stundenlokführer/innen ökonomisch Sinn machen werden wir sehen.
Anlässlich einer Leitungskonferenz PeKo Infrastruktur berichtete Herr Thomas Küchler, Leiter I-BM, dass bei der Infrastruktur infolge immer grösserer Geschwindigkeiten und Lasten vermehrt ein Bedarf an Lokführer Kat. C besteht. Seine Aussage: Es ist heutzutage praktisch ausgeschlossen, unter den Handwerkern jemanden zu finden, der die Bedingungen für die Eignungsuntersuchung EU zum Lokführer erfüllt…
Die Anforderungen an einen Lokführer/in steigen ganz klar. Die Zukunft wird zeigen, ob es Login geling die richtigen Leute für die Divisionen zu finden und auszubilden.
Die Frage nach der Rendite von Stunden-Lokführer für die Eisenbahnen ist eine ganz andere Geschichte.
Nebenbei Bemerkt sind die Studenten der ETH verpflichtet, ihr Studium rasch möglichst abzuschliessen. Eins so umfangreiche Ausbildung wie von Login verlangt, verzögert das Studium erheblich.

Am 21. April gab die Leitung P-OP das definitive Vorgehen bei den Versetzungen von Lokführern der Depots Bern, Sargans und Rorschach bekannt. Ich stelle in diesem Zusammenhang fest, dass kein Lokführer dieser Standorte seinen Wohnort verlassen muss, weil der neue Arbeitsweg zu weit ist. Insofern ist die Übung den Umständen entsprechend anständig über die Bühne gegangen, auch wenn es für die direkt Betroffenen ein schwacher Trost ist.
Über das weitere Vorgehen in Biel (Thun), Basel, Buchs SG und im RBL ist bei Cargo SBB nichts zu erfahren. Die Art der Zusammenarbeit und Kommunikation mit Cargo SBB ist äusserst unbefriedigend. Wir verlangten von Herr Daniel Nordmann eine Zusammenkunft um über die zukünftige Art der Sozialpartnerschaft zu sprechen.
In Sargans fand am 2. Mai eine Info von Seite Cargo über das Vorgehen in Buchs statt. Cargo offeriert definitiv eine Stelle als Rangierlokführer Cargo Funktionsstufe 11 mit Besitzstand; mit Rangierlokführer ist wohl Lokführer LCN gemeint. Somit wären die BAR Regelungen für Rangierlokführer massgebend. Die Sarganser Kollegen sollen sich bis am nächsten Morgen entscheiden. Die Enttäuschung war gross, dass nicht bis zum Ende der Verhandlungen Berufsbilder Cargo die Stellen in der FS 14 angeboten wurden.
Der VSLF sieht im Vorgehen von Cargo SBB einen ausnützen der regionalen Situation welche sie selbst verursacht hat.

Ebenfalls am Treffen vom 21. April forderte Philippe Gauderon einen definitiven Entscheid des LPV zu ihrer Forderung für Sprachkurse bei P während der Arbeitszeit. P-OP ist bereit, die Forderung zu akzeptieren, wird aber alle ihre Möglichkeiten ausschöpfen mit sämtlichen negativen Folgen für das LP. Die Leistungen über die Sprachgrenzen können mit 16% des Lokpersonals P gefahren werden und diese Stellen können problemlos mit Freiwilligen besetzt werden. Es liegt auf der Hand, das diverse Depot ihre Leistungen über die Sprachgrenze verlieren werden.
Der VSLF anerkennt, dass die Sprachausbildung freiwillig ist. Wir fordern die Möglichkeit für ALLE Lokführer Sprachkurse absolvieren zu können, 2 Stunden Arbeitszeit für die Prüfung für ALLE Lokführer, Bezahlung der Kursunterlagen und keine Versetzungen falls Lokführer die Sprachen nicht erlernen können oder möchten.
Gemäss Aushang will der LPV an seiner Forderung festhalten, die Leitung P-OP wird diese Woche seinen Entschied schriftlich mitteilen.

Die GAV Verhandlungen mit der SBB haben letzte Woche begonnen. Der Druck auf die Arbeitszeitregelungen und Zulagen ist erwartungsgemäss gross. Zum Beispiel kostet eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde das Lokpersonal nicht 12 Minuten im Tag, sondern 6 Freitage im Jahr, da 12 Minuten nicht in die Touren eingebaut werden können. Eine einseitige Opfersymmetrie kommt nicht in Frage, wir werden nicht nachgeben.

Anfang April wurde ich von Ph. Gauderon Leiter P-OP und P. Blumenthal Leiter P zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Die Gespräche fanden in einer guten Atmosphäre statt; die Standpunkte waren klar.
Den Leitern P und P-OP ist die Übernahme der Vision 2010 in einen neuen GAV wichtig. Uns sind die Arbeitszeit- und Zuschläge Regelungen wichtig.
Ich begrüsse die Art der klaren und offenen Diskussion.

Mit besten Grüssen
Hubert Giger


Liebe Kolleginnen und Kollegen

Am 18. März wurde ich von euch an der GV in Twann zum Präsidenten gewählt. Herzlichen Dank für euer Vertrauen und für die vielen Glückwünsche, die mich in den vergangenen Wochen erreichten. Das Team im und um den Vorstand VSLF und ich werden uns mit aller Energie für die Anliegen der Lokführer einsetzen und wir freuen uns auf die bevorstehenden Herausforderungen. Im nächsten Loco Folio werden wir uns und unsere Ziele näher vorstellen.

Die ersten Arbeiten für mich als Präsident waren Aufräumarbeiten wie das Neueinrichten von Adresskarteien und E-Mail Adressen, sowie erste organisatorische Entscheide. An unserer Verbands-Vorstands Sitzung am 4. April 2006 werden wir verschiedene interne Regelungen endlich aufräumen und harmonisieren.

Die SBB kündigt uns den GAV, weil „nur mit gekündigten Verträgen ernsthafte Verhandlungen über Änderungen der GAV möglich werden.“
Wir haben die Vorschläge der SBB in den Vorverhandlungen abgelehnt. Das war, und, mit Verlaub, das bleibt unser Ernst. Daniel Ruf hat die Federführung für den VSLF.

Das momentan grösste Problem für uns Lokführer sind die massiven Stellenverschiebungen der SBB Lokführer in Biel, Bern und Sargans. Es herrscht ein Chaos von Halb- und Fehlinformationen, unvereinbaren Divisionsstrategien, Versprechungen und Halbversprechungen mit täglich wechselnde Zuständigkeiten.
Zusammen mit der Peko haben wir einen Ausschuss für klärende Gespräche und Lösungen mit P und G zusammen verlangt. Das Grundproblem der Stellenverschiebung besteht, es muss jedoch möglich sein, mit beiden Divisionen sozialverträgliche Lösungen zu finden.

Nach dem Personalabbau bei SBB Cargo werden bei SBB P-OP die nächsten zwei Jahre über 141 Stellen abgebaut. Bei einer Einsparsumme von 12,5 Mio Franken wird es wohl eher die kleinen und kleinsten Fische treffen.

Die BLS ist nicht bereit, nach AZGV 20 Minuten bei gewissen Pausen als Arbeitszeit anzurechen. Nach Erhalt der Unterlagen werden wir unsere Vorgehen bestimmen. Der GAV BLS erweist sich zunehmend als sehr belastend für die Lokführer, auch in Hinsicht auf die Kündigung des GAV SBB. Wir bleiben am Ball.

Mit besten Grüssen
Hubert Giger


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Hubert Giger