Thurbo: Ergebnis der Lohnverhandlungen 2019

Auf der Basis der Verhandlungen vom 20. November 2018 haben sich die Personalverbände SEV, transfair und VSLF mit Thurbo auf einen Lohnabschluss für das kommende Jahr geeinigt. Die gemeinsame Übereinkunft ist beeinflusst von den vom Bundesrat in Kraft gesetzten Änderungen des Arbeitszeitgesetzes und der darauf beruhenden Verordnung.

  • Gestützt auf die generellen finanziellen Möglichkeiten und mit Blick auf die Lohnentwicklung im öffentlichen Verkehr erhöht Thurbo die Lohnsumme im Gegenwert von 1.5 Prozent. Das entspricht einer Speisung des Lohnsystems mit einer Summe von CHF 580‘000.
  • Diese Lohnsumme teilt sich je hälftig auf. 0.75 Prozent (290‘000 CHF) erhalten alle Mitarbeitenden als generelle Lohnerhöhung. Die verbleibenden CHF 290‘000 verteilen sich zusätzlich individuell nach den Regeln des GAV-Anhangs.
  • Damit alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der generellen Lohnerhöhung profitieren können, erhöht Thurbo die Lohnbandunter- bzw. Obergrenze um 0.75 Prozent.

Das Lohnverhandlungsergebnis berücksichtigt die Tatsache, dass Thurbo dem berechtigten Personal im Jahr 2019 die 20 minütige Zeitgutschrift für Pausen unter einer Stunde weiterhin gewährt. Da sie nicht in den Arbeitsplänen enthalten sind, haben sich die Sozialpartner auf eine angemessene Nachverrechnung geeinigt.

Die Änderung des AZG löst weiteren Verhandlungsbedarf aus. Dieser wird sich auch auf die bereichsspezifischen Regelungen von Zug- und Lokpersonal auswirken. Die Sozialpartner werden diese Verhandlungen im nächsten Jahr in Angriff nehmen.

Der Verwaltungsrat von Thurbo hat dieses Ergebnis am 14. Dezember 2018 genehmigt. Es hält dem Vergleich mit den übrigen Lohnabschlüssen in der Branche sehr gut stand. Der Verwaltungsrat gibt mit seinem Entscheid einem aufrichtigen Dank für den wiederum grossen Einsatz aller Mitarbeitenden von Thurbo Ausdruck. Die Geschäftsleitung schliesst sich diesem Dank an. 

Der Dank geht auch an die Personalverbände für die konstruktive Diskussion im Rahmen der Lohnverhandlungen.

VSLF Nr. 581, 14. Dezember 2018


Bahnproduktion RV Rw-Lin, Kooperation SBB-SOB


 

SGV Ostschweiz

Für die Teilnahme an der GV ist keine Anmeldung erforderlich. Die Anmeldefrist für das Nachtessen ist vorbei. Merci


Thurbo: Einigung bei offenen Themen im GAV

Thurbo / SEV / transfair / VSLF

Am 14. September 2017 haben sich die die Personalverbände SEV, transfair und VSLF mit Thurbo in den offen gebliebenen Themen des auf den 1. Januar diesen Jahres angepassten GAV einigen können. Es sind dies:

  • Auslegung Ziffer 1.3.4 Anhang GAV (Lohnbandwechsel): Der Anhang wurde in Bezug auf den Lohnbandwechsel nicht angepasst. Um der bisherigen Praxis und dem vereinbarten Lohngefüge Rechnung zu tragen, einigten sich die Vertragspartner auf eine einheitliche Auslegung für die Lokführer/innen. Danach erfolgt der Lohnbandwechsel automatisch nach der ersten periodischen Prüfung, sofern der Vorgesetzte aus schwerwiegenden Gründen keine Verschiebung beantragt.
  • Zusatzfunktionen: Sie sind im Anhang in einer neuen Ziffer 1.3.5 eigens erwähnt. Diese hält zudem fest, dass Zusatzfunktionen über Zulagen entschädigt werden. Die Umschreibung möglicher Zusatzfunktionen ist als Protokolleintrag festgehalten. Die Personalverbände nehmen zur Kenntnis, dass das Fahren nach ausländischen Vorschriften erst bei einer Vollausbildung über die Grenzbahnhöfe (Konstanz, Waldshut und Schaffhausen) hinaus als Zusatzfunktion gilt. Das träfe beispielsweise zu, wenn die regelmässigen Fahrten nach Erzingen beibehalten werden.

Die Vertragspartner verzichten auf eine Anpassung des Anhangs GAV aufgrund des neuen Spesenreglementes, da es für die Mitarbeiter/innen materiell keine Änderung gibt. Um künftig Missverständnisse zu vermeiden, erhält Ziffer 2 einen anderen Namen. Gleichzeitig bestätigt Thurbo erneut, dass sie zu keinem Zeitpunkt eine Änderung der bisherigen Auslegung bzw. Auszahlung des Ersatzes von Auslagen – so lautet die neue Bezeichnung im GAV - beabsichtigt hat. 

Die Vertragspartner sichteten auch den Änderungsbedarf aus den auf den Fahrplanwechsel in Kraft gesetzten Anpassungen von AZG bzw. AZGV. Neben einigen Formalitäten muss materiell entschieden werden, wie mit dem Teil der vorgeleisteten Arbeitszeit umzugehen ist, der Grenzwerte des GAV überschreitet. Die Vertragspartner bevorzugen die Übertragung auf das ausschliesslich vom Personal zu verwaltende Zeitsparkonto. Die Verbände wollen dazu aber noch Rücksprache mit ihren Gremien nehmen. 

Die von den Verbänden erhobene Forderung nach Kompensation der Vorteile, die Thurbo namentlich aus dem Wegfall der Auswärtszeitzuschläge zieht, kann verhandelt werden, wenn ihr finanzielles Ausmass klar ist. Vorausgesetzt ist, dass Thurbo 2019 ein finanziell ansprechendes Ergebnis erzielen kann. Danach hängt ein Verhandlungsangebot vom Willen der Besteller ab, die nötigen Mittel zur Verfügung zu stellen.

Die angepassten Formulierungen des GAV und des Anhangs gelten ab 1. Oktober 2018. Die entsprechenden Neufassungen sind ab diesem Zeitpunkt im Intranet aufgeschaltet.

Kreuzlingen, 24. September 2018
VSLF Nr. 571, 24. Sept. 2018 



Ergebnis der Lohnverhandlungen Thurbo 2018

Gemeinsame Information von Thurbo / SEV / transfair / VSLF

Am 22. November 2017 haben sich die die Personalverbände SEV, transfair und VSLF mit Thurbo auf einen Lohnabschluss für das kommende Jahr geeinigt. Die gemeinsame Übereinkunft ist beeinflusst von den parallel laufenden Verhandlungen zu Anpassungen des GAV aus dem Gründungsjahr von Thurbo. Diese konnten die Sozialpartner erfolgreich abschliessen. Das Lohnverhandlungsergebnis 2018 basiert bereits auf dem neuen GAV. Es setzt sich aus drei Elementen zusammen:

  • Der GAV sieht höhere Sonntags- und Nachtzulagen vor. Sie betragen neu 14 bzw. 7 Franken. Umgerechnet entspricht das knapp 0.7 Lohnprozenten. Gleichzeitig entschädigt Thurbo bei auswärtigen Ablösungen neu den Mehrweg. Damit finanzieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Thurbo rund 0.2 Lohnprozente dieser Erhöhung selber. Der GAV bringt daher rechnerisch und ohne Berücksichtigung weiterer Vorteile mindestens einen Mehrwert von 0.5 Lohnprozenten.
  • Gestützt auf die generellen finanziellen Möglichkeiten und mit Blick auf die Lohnentwicklung im öffentlichen Verkehr ergänzt Thurbo die materiellen Verbesserungen des GAV mit einer zusätzlichen Lohnsumme von CHF 200‘000. Das entspricht weiteren 0.5 Lohnprozenten. Die zusätzliche Lohnsumme wird nach der neuen Matrix im Anhang 1 des GAV verteilt.
  • Der neue GAV verpflichtet Thurbo, höchstens den Gegenwert eines Lohnprozentes in die Leistungsreserve einzuzahlen. Die Sozialpartner verteilen diese bei ausreichender Äufnung gestützt auf die erbrachten Leistungen der Mitarbeitenden. Die Verteilregel ist ebenfalls im Anhang 1 des GAV festgehalten. Grundlage für den abschliessenden Entscheid ist das Zwischenergebnis von Ende November 2017, das um die Weihnachtstage vorliegt. Allerdings ist heute noch offen, ob das Rechnungsergebnis 2017 positiv ausfällt.

Das Verhandlungsergebnis hält unter Berücksichtigung der Verbesserungen im GAV den Vergleich mit den übrigen Lohnabschlüssen in der Branche sehr gut aus. Dabei darf durchaus berücksichtigt werden, dass der GAV weitere Verbesserungen vorsieht, besonders bei schwierigen Lebenslagen wie Krankheit und Invalidität.

Mit diesen Lohnmassnahmen verbinden Verwaltungsrat und Geschäftsleitung den besten Dank für die hervorragende Arbeit. Der Dank geht auch an die Personalverbände für die konstruktive Zusammenarbeit bei der Anpassung des GAV, aber auch im Rahmen der Lohnverhandlungen.

VSLF Nr. 546, 6. Dezember 2017