Notfallnummern

Ansprechpersonen für Lokführer in Not in der Schweiz

Grundsätze bei Störungen / Unfällen bei der Eisenbahn in der Schweiz
Bis zum eintreffen von Polizei oder Feuerwehr hat die Bahn das Kommando (also je nach Situation der Lokführer). Ist von Seite Infrastruktur (SBB) ein Notfallmanager anwesend, hat er das Kommando. Mit dem Eintreffen von Polizei / Feuerwehr übernimmt der ranghöchste Offizier das Kommando.

Bei Suiziden muss jeder Fall durch die Polizei untersucht werden.

Grundsätzlich entscheidet die Staatsanwaltschaft über den Zeitpunkt, wann ein Zug für die Weiterfahrt frei gegeben wird.

Bei verletzten Personen hat die Sanität die letzte Entscheidung, ob ein Zug bewegt werden darf / muss.

Gleise mit toten Personen darf aus Pietätgründen nicht freigegeben werden. Verletzte Personen dürfen nicht ohne Betreuung zurückgelassen werden.

Die Fahrdaten (Black Box) darf nur nach Aufforderung und nur gegen Quittung herausgegeben werden.

Als Unfälle im Eisenbahnbetrieb gelten insbesondere:

  • Verletzte oder getötete Personen
  • Verletzte oder getötete grosse Tiere
  • Beschädigte Eisenbahninfrastrukturen
  • Zusammenstösse mit Gegenständen, die den Eisenbahnbetrieb gefährden können
  • Brände
  • Mögliche Schädigung der Bevölkerung und Umwelt (Gefahrengut)

Grundsätze auf der Unfallstelle:                       

  • Sichern
  • Alarmieren
  • Helfen

Notrufnummer:
Betriebsleitzentrale (GSM-R)         1200              
Polizei             117
Feuerwehr      118              
Sanität            144