Die Flexibilität der Lokführer BLS in Zeiten von Personalmangel

Offenbar hat mittlerweile auch die Leitung BZE bemerkt, dass die Ressourcensituation beim LP BLS knapp bemessen ist.

Die dafür genannten Gründe wie, die Zuckerrübenkampagne von BLS Cargo, dem Probebetrieb in Givisiez, Ferienverkehr beim Autoverlad, Baustellen und Events sowie notwendigen Ausbildungen im Hinblick auf den kommenden Fahrplanwechsel sind einerseits jährlich wiederkehrend, oder lange Zeit im Voraus bekannt. Dies würde eigentlich auch eine vorausschauende Personalplanung erlauben.

Um dem LP eine gewisse Wertschätzung für die zusätzlich geleisteten Dienste (Flexibilität) zu erweisen will die BLS den Lokführenden von BZ, welche in der Periode ab dem 1. Oktober 2019 zusätzliche Arbeitstage leisten, eine Prämie von CHF 100.- pro zusätzlichen Arbeitstag entrichten. Die Regelung gilt vorerst bis am 30. April 2020. Anlässlich der Präsidentenkonferenz vom 19. März 2020, wird das weitere Vorgehen mit den Personalvertretern besprochen und vereinbart. 

CHF 100.- pro zusätzlichen Arbeitstag löst zwar das Problem der knappen Ressourcen beim LP BLS nicht, darf aber als ein faires Angebot betrachtet werden, und ist verdankens wert!

 

Einige grundsätzliche Gedanken des Sektionsvorstandes VSLF BLS 

In den letzten Jahren hat sich das Umfeld des Lokführers stark verändert. Am stärksten waren die Auswirkungen nach der Einführung des GAV BLS zu spüren. Auch an Depotstandorten ohne Cargo Leistungen hat sich die Arbeitsbelastung stark verändert.

Mit der Einführung des GAV BLS wird vom Lokpersonal eine Flexibilität verlangt, welche nicht nur über das Einkommen begründet werden kann. Grundsätzlich erhalten wir unseren Lohn für 100% Arbeitsleistung am gewählten (und vertraglich festgehaltenen!) Arbeitsort.

In der Vergangenheit hat das Lokpersonal mit unzähligen Einbussen von Rasttagen zur Genüge bewiesen, dass es Flexibel ist und auch sein will, damit alle Leistungen von der BLS erbracht werden können. 

Jeder ist nun frei zu entscheiden, was er in seiner Freizeit machen will, doch muss er sich der Konsequenzen seines Handelns bewusst sein! Die «gute Absicht» alleine reicht nicht aus, um zu entscheiden, ob Extraleistungen überhaupt erbracht werden dürfen. 

Deshalb würden wir eine kritische Haltung gegenüber Extraleistungen und Sondereinsätzen, welche die Frei- und Erholungszeit tangieren, von jedem einzelnen Lokführer begrüssen. 

Genau bei solchen Geschäften zeigt sich, wie schwierig die Arbeit von Gewerkschaften geworden ist und dass sie direkt vom Verhalten des Lokpersonals abhängig ist. Wir Sozialpartner sind dringend darauf angewiesen, dass sich das Lokpersonal wieder vermehrt auf ihre Grundwerte besinnt wie Zivilcourage und Selbstverantwortung. 

VSLF Nr. 603, 19. September 2019 AJ/AD/TK

Mitgliederausflug

Anmeldung Sektionsausflug BLS

Personalien

Abschluss der Lohnverhandlungen 2019 bei der BLS

Sektions GV

Anträge bis Samstag, 20. Oktober 2018 an den Sektionspräsidenten Jost Res. 

E-Mail: bls(at)vslf.com

Sektionsgeneralversammlung VSLF BLS vom 13. November 2017

Am Montagnachmittag trafen sich in Burgdorf über 30 Mitglieder der VSLF BLS Sektion zur 24. Generalversammlung. Hubert Giger nahm als Gast wie jedes Jahr an der Versammlung teil.

Der geschäftliche Teil konnte in gewohnter Art und Weise zügig erledigt werden. So wurden drei neue Mitglieder einstimmig in den Sektionsvorstand gewählt. Als Kassier Lüthi Daniel und als Beisitzer Farr Ronny und Graf Christof. Ebenfalls einstimmig für 2 Jahre wurden als Präsident und Leiter KTU Jost Res und als Werbeobmann Brönnimann Daniel von den
Mitgliedern bestätigt. Herzliche Gratulation den gewählten und viel Freude bei der Ausübung
ihres Amtes.

So sieht der neue Sektionsvorstand 2018 aus:

  • Präsident, Leiter KTU Jost Andreas
  • Co – Präsident Dellenbach Andreas
  • Aktuar Gusset Beatrice
  • Kassier Lüthi Daniel
  • GRPK Krebs Thomas
  • GRPK Blaser Michael
  • Beisitzer Farr Ronny
  • Beisitzer Graf Christof
  • Fachausschuss Hugentobler René
  • Arbeitszeit Sägesser Jürg
  • Werbung Brönnimann Daniel

Die Rechnung der Sektionskasse konnte mit einem Gewinn aufwarten. Dies ist zum Teil auf die erfreuliche Tatsache zurückzuführen, dass die Sektion VSLF BLS auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder gewachsen ist. So konnten wir auch in diesem Jahr erneut viele Kolleginnen und Kollegen als Neumitglieder in der Sektion VSLF BLS begrüssen.

Die anwesenden Mitglieder haben dem Antrag des Vorstandes zugestimmt, ein weiteres Jahr das Heft von Mirko Helm, «Auszug aus den Reglementen» zu kaufen und den VSLF BLS Sektionsmitgliedern abzugeben.

Das vom VSLF zusammengestellte Heft soll gemäss Auskunft von Hubert Giger noch vor der Verbandsgeneralversammlung in Basel vom 17. März 2018, exklusiv an alle VSLF Mitglieder verschickt werden. Im Gegensatz zum Heft von Mirko Helm sei es mehr P-lastig. Wir werden in der glücklichen Lage sein, die beiden Hefte direkt vergleichen zu können.

Spannende Diskussionen entstanden zu den Themen Sprachprüfung und die noch auszuhandelnde neue Pausenregelung. In letzterem konnten wir die Meinung der Mitglieder abholen und werden diese in den anstehenden Verhandlungen mit der BLS einbringen.

Im anschliessenden Referat von Verbandspräsident Hubert Giger erfuhren wir einiges über die Hintergründe der Fernverkehrskonzessionsvergabe, die Berufsanerkennung des Lokführers und den enormen Zuwachs an Mitgliedern im VSLF über alle Sektionen und Bahnen in den letzten Jahren.

Während des Apéros und dem gemeinsamen Abendessen wurde noch viel diskutiert und die eine oder andere Anekdote aus vergangenen Jahren zum Besten gegeben.

18.11.2017 Vorstand VSLF Sektion BLS/AD Aushang bis 31.01.2018