Sektionsgeneralversammlung Basel 2025

Am 17.11.2025 fand unsere jährliche VSLF-Sektionsversammlung in der Brauerei „Unser Bier“ statt. Neben round about vierzig Mitgliedern und Pensionierten, den Kollegen der GDL-Ortsgruppe Haltingen konnten wir Rahel Wyss, Marc Engelberger und Martin Geiger vom Zentralvorstand begrüssen. Im Zentrum stand die Neuwahl des Sektionspräsidenten sowie weiterer Vertreter und Delegierter.

Nach über 24-jähriger erfolgreicher Amtszeit hat sich unser Präsident Rudolf „Rüedu“ Gfeller entschieden, sich aus dem Vorstand zurück zu ziehen, um sich auf seine wohlverdiente Pension vorzubereiten. Wir danken ihm recht herzlich für sein grosses Engagement und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft! 

Zum Sektionspräsidenten wurde Roberto Jäggi gewählt, der weiterhin als Vertreter für den Bereich SBB Cargo International zuständig ist. Roger Koweindl übernimmt das Ressort Personenverkehr zusammen mit Henrik Hoeren. Neu vergeben wurden die Geschäfte der GRPK 1 an Claudio Realini. 

Für eine 35-jährige Mitgliedschaft im VSLF wurden Tobias Buser, Christian Feigenwinter, Konrad Fricker, Michel Gabriel, Bernhard Hug, Hanspeter Trüb, Pius Zappa und für 25 Jahre VSLF-Zugehörigkeit geehrt. 

Über die aktuelle Situation und Entwicklungen in den einzelnen Divisionen wurden die Mitglieder informiert. Es ergaben sich Fragen, die beantwortet werden konnten und somit uns ein Überblick zum Stand der Dinge verschaffte.

Nach dem offiziellen Teil liessen wir den Abend im Restaurant «Alte Post» bei einem feinen Abendessen und geselligem Beisammensein ausklingen.

Wir können einmal mehr auf eine sehr erfolgreiche Sektions-GV zurückblicken. Der Vorstand bedankt sich bei allen für das Vertrauen und die Treue. Euer Zusammenhalt stärkt uns weiter  in unserer Arbeit. 



Maximale “Flexibilität” verso minimale “Planbarkeit”

Wenn die SBB die Work-Life Balance neu definiert.

Die SBB hat Großes vor: Sie will sparen. Viel. Am besten dort, wo es am wenigsten wehtut – also bei den Menschen, die den Betrieb am Laufen halten.

Aber natürlich verkauft man das nicht als Sparmaßnahme. Nein, das Ganze wird charmant verpackt als maximale Flexibilität. Schließlich wollen „die jungen Leute das heute so.“

Klar, wer träumt nicht davon, seine Freizeit jederzeit spontan zu canceln, weil das Unternehmen gerade andere Pläne hat? Flexibilität – was für ein herrliches Wort, wenn man es ausschließlich für das Personal definiert.

Die Realität? Die neue Flexibilität bedeutet für das operative Personal vor allem eines: Unplanbarkeit, Arbeit auf Abruf, ständige Erreichbarkeit, Nachtarbeit – natürlich alles „im Sinne der sich ändernden Menschenbedürfnisse.“

Interessant nur: Diese Menschen scheinen in den Chefetagen eher selten zu sitzen. Dort bleibt die Freizeit nämlich überraschend stabil planbar. Muss Zufall sein.                                                                                                              

Und dann wäre da noch die Digitalisierung – das Schweizer Taschenmesser des modernen Managements. Die verspricht nämlich Effizienz, Automatisierung und natürlich: neue Möglichkeiten zur Flexibilisierung. Praktisch, wenn der Algorithmus demnächst direkt entscheidet, wann man zur Arbeit kommen darf. Verantwortung kann man dann bequem „an das System“ delegieren – kostet nichts, funktioniert immer.

Am Ende bleibt von der viel gepriesenen Work-Life Balance vor allem das „Work“. Das „Life“ – nun ja, das ist jetzt flexibel.

Und wenn jemand fragt, wer bei dieser schönen neuen Flexibilität eigentlich profitiert – es wird garantiert nicht lange dauern, bis sich die Antwort von selbst meldet. Per Push-Mitteilung. Kurzfristig. Nach Schichtplanänderung.

Vielleicht sollten wir uns alle fragen. Wer am Ende für diese „gemeinte“ Flexibiltät den Preis bezahlt?